Chondroitinsulfat

Methionin und Cystein

Chondroitinsulfat C

Struktur

Chondroitinsulfat besteht aus langen (10-40kd) unverzweigten Vielfachzuckerketten mit der Disaccharidstruktur N-Acetylgalactosamin-Glucuronsäure. Die meisten der Aminozuckerreste sind in 4.- oder 6.-Stellung verschwefelt. Aufgrund der Karbonsäure- und Schwefelsäurereste ist Chondroitinsulfat ein stark geladenes Polyanion mit der Fähigkeit, Wasser anzuziehen und das Bindegewebe zu hydratisieren.

Bioverfügbarkeit

Chondroitinsulfat wird nach oraler Gabe zu 70% resorbiert. Radioaktiv markiertes Chondroitinsulfat zeigt nach Aufnahme durch den Magen-Darm-Trakt eine Erhöhung im Blut von 120% und läßt sich auch in der Gelenkschleimhaut und im Knorpel nachweisen. Studien haben gezeigt, dass sowohl das unveränderte Chondroitinsulfat als komplexes Molekül mit seinem hohen Molekulargewicht, als auch seine Spaltprodukte im Darm resorbiert werden. Die Resorption von Chondroitinsulfat erfolgte mit einer t_max von 8,7+- 4,5h recht langsam.







 

Wirkungsmechanismen

Die drei wesentlichen Wirkmechanismen des Chondroitinsulfat sind das “disease modifying”, also die Veränderung des Krankheitsverlauf der Arthrose und nicht nur eine Symptomveränderung (symptom modifying), der Schutz des Knorpels vor Abnutzung die so genannte "Chondroprotektion" und die entzündungshemmende (antiphlogistische) Wirkung. Studien an Knorpelzellkulturen zeigten nach Gabe von Chondroitinsulfat eine Stimulation der Zellen zum Aufbau von Knorpelmatrixbausteinen. Gleichzeitig wurden die das Kollagengerüst abbauenden Mechanismen in den Knorpelzellen gehemmt. Studien über mehrere Jahre zeigten eine eindeutig geringere Frequenz an neu entstandenen Fingergelenksarthrosen bei täglicher Einnahme von Chondroitinsulfat im Vergleich zur Placebogruppe.

In Tierexperimenten fand man eine deutlich gesteigerte Widerstandfähigkeit gegenüber knorpelschädigenden Substanzen wie z.B. dem Enzym Chymopapain als Hinweis auf eine chondroprotektive Wirkung von Chondroitinsulfat. Zusätzlich hemmt es ähnlich dem Glucosamin Schlüsselwege in der Entzündungskaskade wie die Chemotaxis, Phagozytose und die Freisetzung von lysosomalen Wirkstoffen und hat damit einen nachweislichen entzündungshemmenden Effekt.

Nebenwirkungen von Chondroitinsulfat

Die Verwendung von Chondroitinsulfat zeigt auch in hohen Dosen und über lange Verwendungsdauern allenfalls geringe Nebenwirkungen wie Durchfall oder klinisch unbedeutende Veränderungen der Blutzusammensetzung. Die in großen Studien über mehrere Jahre gefundenen Begleiterscheinungen entsprachen sowohl in der Häufigkeit als auch in der Schwere denjenigen, die in den Placebogruppen gesehen wurden. Damit sind bis heute keine nennenswerten, auf das Chondroitinsulfat bezogenen, Nebenwirkungen bekannt.

 

Eigenschaften von Chondroitin-4-Sulfat (CS)

Methionin und Cystein

Chondroitin-4-Sulfat (CS)

 

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